Au weia, hier liegt der Staub ja fingerdick. Aber unser Walnussbaum will Dornröschen wachküssen.

Im letzten Jahr muss es im Frühling zu ungünstiger Zeit Frost gegeben haben, da gab es in der ganzen Gegend keine einzige Nuss an den Bäumen. In diesem Herbst fielen dann nach und nach die Nüsse, und mein Freund und ich sind täglich mehrmals dorthin gestromert, um dem anderen zuvorzukommen. Mal 20, mal 40, dann sogar 100, und an einem stürmischen Regentag schließlich prasselten 600 auf einmal herunter.
Die allermeisten Nüsse trennen sich sehr sauber von der äußeren grünen Schale. Die braune, holzige ist vergleichsweise dünn und leicht zu knacken bei dieser Sorte.
Und das beste: auch das pergamentartige Häutchen, was den eigentlich Nusskern umgibt und für den herben Geschmack verantwortlich ist, lässt sich bei ganz frischen Nüssen recht gut abziehen. Es ist eine ziemlich klebrige Angelegenheit, lohnt sich aber.

Eine ästhetische Freude und ein hervorragendes Ausgangsprodukt für Walnussmilch, die sich im Hochleistungsmixer schnell aus einer Handvoll Nüssen und Wasser herstellen lässt.Sie schmeckt ganz mild, leicht süß und relativ neutral, ist cremig und flockt im Kaffee nicht aus. Perfekt!